Einfacher Umgebungstemperatur- und Feuchtigkeitssensor

Manuel Fegerl 15/04/2019
WLAN Temperatursensor und Feuchtigkeitssensor einfach ohne löten zum selber bauen (DIY) mit iOS und Android App für NodeMCU ESP8266 mit DHT11 Sensor

Einleitung

Mit Hilfe dieser Anleitung kannst du dir einfach und schnell einen Temperatur- und Feuchtigkeitssensor bauen, der die Daten über WLAN an dein (Android und iOS) Smartphone überträgt und es dir damit z.B. hilft deinen Keller oder dein Badezimmer vor Schimmel zu schützen. In diesem Projekt wird ein NodeMCU Amica v2 (basierend auf dem ESP8266 Mikrocontroller) sowie ein DHT11 Sensor verwendet. Die aktuellen Messdaten werden außerdem auf dem OLED Display dargestellt.

Damit du nicht selbst programmieren musst kannst du einfach die Sensate Firmware auf den Mikrocontroller kopieren, am Ende der Anleitung erfährst du dazu mehr. Mit Hilfe der Sense App kannst dann einfach und jederzeit (und von überall) auf deine Daten zugreifen und dir z.B. den täglichen Verlauf von Temperatur- und Feuchtigkeit ansehen.

Typische Anwendungsfälle für dieses Projekt:
– Temperatur- und Feuchtigkeitsüberwachung im Keller
– Temperatur- und Feuchtigkeitsüberwachung im Badezimmer
– Temperatur- und Feuchtigkeitsüberwachung für Kleintiergehege (z.B. im Hühnerstall oder Hasenstall)
– Temperatur- und Feuchtigkeitsüberwachung im Ferienhaus


Benötigte Komponenten

1
Steckbrett (z.B. 400 Pin)
1
NodeMCU Amica v2 (Bridge)
1
1,3 Zoll I2C OLED Display
1
DHT11 Sensor
1
Verbindungskabel

Empfohlene App

Einfache Konfiguration mit

Kein Werkzeug benötigt


Bridge mit Steckbrett verbinden

Nimm das Steckbrett und Bridge wie abgebildet zur Hand und stecke die Bridge auf die rot gekennzeichneten Sockelleisten. Bitte achte darauf, dass der USB-Anschluss der Bridge nach unten zeigt. Die Bridge muss dann an die wie folgt beschrifteten Pins gesteckt sein:

– Linke Pinleiste: a: 16 bis 30
– Rechte Pinleiste: h: 16 bis 30


Sensormodul mit Steckbrett verbinden

Bei diesem Schritt wird der Sensor für Temperatur und Feuchtigkeit mit dem Steckbrett verbunden. Die 3 Pins werden auf j: 2 bis 4 gesteckt. Achte dabei darauf, dass die Platine rechts ist, und die Pins links.


Display mit Steckbrett verbinden

Nun folgt das Display. Das Display wird das gleiche Kabel für die positive Spannung der Stromversorgung (VC) wie der Sensor verwenden, deshalb teilt er sich die Reihe 4 mit dem Sensor. Das Display muss so ausgerichtet werden dass sich die Pins rechts befinden. Diese werden dann in die Sockelleisten g: 4 bis 7 gesteckt.


Sensormodul mit Bridge verbinden

Hier wird der Sensor mit der Bridge verbunden. Dadurch wird der Sensor mit Strom versorgt und am Datenpin D4 der Bridge angeschlossen. Dazu wird jeweils ein Kabel wie folgt gesteckt:

i: 2 auf j: 22 (entspricht Beschriftung GND auf Bridge)
i: 3 auf j: 20 (entspricht Beschriftung D4 auf Bridge)
i: 4 auf j: 21 (entspricht Beschriftung 3,3V auf Bridge)


Display mit Bridge verbinden

Da das Display schon im letzten Schritt mit Strom versorgt wurde, fehlen für das Display nur noch die Datenleitungen, die auf D1 und D2 der Bridge angeschlossen werden. Dazu wird jeweils ein Kabel wie folgt gesteckt:

i: 6 auf j: 17 (entspricht Beschriftung D1 auf Bridge)
i: 7 auf j: 18 (entspricht Beschriftung D2 auf Bridge)
i: 5 auf i: 22 (entspricht Beschriftung GND auf Bridge)


Ergebnis

Wenn dein Mikrocontroller (Bridge) noch nicht mit der Sensate-Firmware bespielt wurde, folge dieser Anleitung. Danach ist das Gerät voll funktionsfähig und kann nun mit der Sense App konfiguriert und im Anschluss verwendet werden.

Mit Hilfe der Sense App kannst du dir dann die aktuellen Messdaten, sowie den zeitlichen Verlauf ansehen. Ist der Sensor z.B. im Badezimmer platziert wirst du anhand der Temperatur- und Feuchtigkeitsverläufe deutlich sehen wann im Badezimmer geduscht oder gelüftet wurde. Willst du automatisch über die Überschreitung oder Unterschreitung von Grenzwerten (z.b. bei Schimmelgefahr) informiert werden kannst du dies aktuell mit Hilfe der IFTTT Integration machen.

Um die Komponenten vor Staub und Schmutz zu schützen, empfehlen wir den Einbau in ein Kunststoffgehäuse. Das gelingt auch mit nur wenig Geschick und Ausrüstung. Schau dir dazu einfach unsere mittelschwere Anleitung an.